WWG Musterwohnung

Projektbeschreibung

Die Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft eG betreibt seit dem 15.04.2011 eine Musterwohnung fürseniorengerechtes und barrierefreies Wohnen in einem Wohnblock der WWG (Kopernikusstraße 8 in 38855 Wernigerode).
Die Wohnung, die gemeinsam mit den Unternehmen Steinke Gesundheitscenter GmbH und Gang-Way GmbH sowie dem Hochschul-Forschungsprojekt komoserv (Koordination und Moderation in Servicepartnernetzwerken der ostdeutschen Wohnungswirtschaft) eingerichtet wurde, demonstriert eine Vielzahl von Möglichkeiten zur barrierefreien Gestaltung von Wohnraum sowie zur Nutzung von seniorengerechter Technik.

In der Wohnung lassen sich unter anderem ein rollstuhlgerechtes Pflegebad, ein stationäres wie auch ein mobiles Hausnotrufsystem sowie verschiedene Typen von Pflegebetten besichtigen. Sie ist Bestandteil des Servicenetzwerks WOHNfühlen, das die WWG Anfang 2011 mit weiteren Partnern initiiert hat, um allen interessierten MieterInnen Möglichkeiten für die seniorengerechte und barrierefreie Umgestaltung der eigenen Wohnung aufzuzeigen und ihnen damit den möglichst langen Verbleib in der vertrauten Wohnumgebung zu ermöglichen.

Die Wohnung dient darüber hinaus als Test- und Erhebungsraum für die bereits benannte Projektgruppe komoserv an der Hochschule Harz. Die bisherigen, unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Apfelbaum durchgeführten Forschungen erbrachten unter anderem die Erkenntnis, dass viele ältere MieterInnen zwar ihren Bedarf an Techniken und baulichen Veränderungen artikulieren können, sich dieser Bedarf jedoch nicht in einer marktrelevanten Nachfrage niederschlägt. Als Ursachen hierfür konnten unter anderem fehlendes Wissen der Zielgruppe über Kosten und Möglichkeiten entsprechender baulicher Veränderungen und Techniken identifiziert werden. Über das gemeinsam mit der Hochschule Harz aufgebaute Beratungsangebot sollen Hemm- und Informationsschwellen abgebaut und damit die Durchdringung entsprechender Lösungen gefördert werden.

Gemeinsam mit der Projektgruppe komoserv nutzt die ebenfalls an der Hochschule Harz angesiedelte und von Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert geleitete Projektgruppe TECLA (TEChnische PfLegeAssistenzssysteme) die Musterwohnung der WWG als Innovationslabor für Technikakzeptanz  So wurden dort in 2012 unter anderem Befragungen zur Technikaffinität älterer Menschen durchgeführt und ein im Rahmen des TECLA-Projekts entwickeltes Touchscreen-System installiert, welches älteren Mietern die Kommunikation mit Behörden, Pflegediensten und Medizinern erleichtert und ihnen zudem die Überwachung eigener Vitalparameter (z.B. Blutdruck,
Puls) ermöglicht.

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